Quelle: Nikon

Nikon hat vor ein paar Tagen die D4S vorgestellt. Sie soll das neue Flaggschiff der digitalen Spiegelreflexkameras von Nikon werden und richtet sich vor allem an professionelle Fotografen. Sicher nicht unbedingt unser aller tägliches Werkzeug, aber ich finde die Entwicklungen in der Hochpreisliga dennoch jedes Mal interessant, weil Neuerungen meist mit ein paar Jahren Verspätung auch bei den Consumer- und semi-professionellen Kameras ankommen. Heißt, wir sehen hier ungefähr die Spezifikationen z.B. einer Nikon D600 in ein paar Jahren.

Die Nikon D4S soll die Bildqualität, die ja schon bei der D4 nicht so ganz schlecht war, auf eine noch höhere Stufe heben. Mit der neuen Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 4 soll die Rauschreduzierung auch bei extrem hohen Bereichen gute Resultate liefern. Der Autofokus wurde auch nochmal verbessern und soll jetzt auch bei Dauerfeuer von 11 Bildern pro Sekunde sogar Motiverfassung ermöglichen. Zudem wurde die manuelle Kontrolle über die Messfelderfassung erweitert. Neu ist auch das kleine RAW-S-Format der Kamera, dass eine schnelle Übertragung auf Tablets und Computer ermöglichen soll. Das ist zwar super, aber dass die Nikon D4S immer noch kein Wlan mit an Board hat, lässt mich vermuten, dass Nikon, wie viele andere Kamerahersteller leider immer noch nicht voll darauf setzen. Ich finde das wirklich schade, weil ich mir das eigentlich in jeder meiner Kameras wünschen würde. Dazu brauch es auch kein Schnickschnack. Klar wäre ein Upload direkt zu Facebook, Flickr, 500px, Instagram und Konsorten ziemlich cool, aber die Übertragung ohne Kartenleser schnell zum Fernseher, Tablet oder PC würde ich mittlerweile als Standard bezeichnen, der leider aber eben genau das noch nicht ist. Doof, dass auch das Flaggschiff da nicht vorangeht.

Worauf die Nikon D4S aber konsequenter setzt, um den Vorsprung von Canon einzuholen, ist die Videoqualität. Das interessiert mich persönlich zwar nicht die Bohne, aber vielleicht einige von euch. Hier wurde vor allem daran gearbeitet, die Qualität der Kamera auch voll im Videomodus nutzen zu können. Sowohl manuelles, als auch gesteuertes Filmen soll so in ähnlicher Qualität möglich sein, wie beim Fotografieren.

Die Nikon D4S wird ab Ende März zu kaufen sein und soll rund 6200 Euro kosten. Ich überlege, ob ich sie mir mal bei Calumet für einen tag ausleihen soll und mal ein Shooting mit einer richtigen Profikamera machen soll.

Die Nikon D4S in Daten: 1,3 Kilogramm, ISO  100 bis 409.600, 3,2-Zoll-Bildschirm, Pentaprismen-Sucher mit 100-Prozent-Bildfeldabdeckung.

2 Kommentar(e)

  1. Martin Loos

    Cooler Beitrag! Allerdings braucht man für so eine Kamera auch die richtigen Objektive… die kannst du gleich mit dazu ausleihen. (=
    Übrigens… solltest du das machen sag mal Bescheid, dann bin ich auch am Start.

  2. Raphael Raue

    Die bringst dann doch du mit, dachte ich, oder denkst du, dass deine an der D4S auch nicht mehr reichen? Ich würde ja gerne damit mal die Zeiss-Objektiv-Reihe ausprobieren. Lass mal machen. 

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