Tatauierung_sw

Tatauierung_sw

Tatauierung: Die Bezeichnung des Brauches geht auf polynesisch tatau = “richtig”, die Muster einschlagen, zurück. Die Tatauierung besteht darin, daß Farbstoffe (Kohle) durch Stiche oder Schnitte in die obersten Schichten der Lederhaut eingeführt werden mit dem Ergebnis, dass nach der Heilung der Wunden bläulich durch die Oberhaut durchscheinende Male zurückbleiben. Zur Herstellung der Wunden dienen Dornen, Haizähne, Nadeln oder aus Zähnen geschnittene Platten, die, an einer Seite gezähnt, mit der gegenüberliegenden hammerartig an einem Holzstil befestigt sind. Man stellt auf diese Weise Muster her, die den ganzen Körper oder einzelne Abschnitte einnehmen.

Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 461