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„Der Tod in Venedig“ ist in der Tat eine Kirstallisation im wahren Sinn des Wortes; er ist eine Struktur und ein Abbild, das von so vielen Facetten Licht ausstrahlt und seinem Wesen nach von so unerschöpflichem Beziehungsreichtum, dass es druchaus sogar die Augen seines Schöpfers selbst, indes es Gestalt annahm, zu blenden und zu verwirren vermochte.

– Thomas Mann

Was Thomas Mann hier in seiner unendlichen Eitelkeit über seinen Roman sagt, kann genau so auch auf Venedig selbst gemünzt werden. Die Schönheit Venedigs ruft einem nicht bei strahlendem Sonnenschein, sondern wenn es ungemütlich wird. Wenn der Nebel die uneinnehmbare Festung Marktplatz fest in Besitz nimmt, die Touristen in ihre warmen und romantischen Hotels flüchten und selbst die Tauben den Kopf tief ins Gefieder stecken, dann entbirgt Venedig seine ganze Kraft, seine wirkliche Verbindung zu all dem Wasser was es umgibt, unterspült und seine Pulsadern durchflutet. Es ist keine tödliche Kraft, es ist mehr eine Vorahnung, ein Gefühl des Wissens um die eigene Vergänglichkeit, den Schrecken aber auch die Schönheit, die nur in diesem Vergehen überhaupt entstehen kann.

Zum Vergleich ziehe man mein Bild vom letzte Jahr hinzu: San Servolo.

Schön ist es aber beliebig. Venedig im Nebel ist nicht beliebig, auch wenn das in einem Bild nicht umfassend darstellbar ist. Drei Versionen eines Bildes nicht, um mehr Venedig mitzubringen, sondern weil mich interessiert, welche Variante euch am besten gefällt, denn ich kann mich ums Verrecken nicht entscheiden.

 

 

2 Kommentar(e)

  1. Michael Siegel

    Die oberste Version gefällt mir mit Abstand am besten. Womöglich hätte ich das Foto noch etwas enger beschnitten. Grundsätzlich finde ich sowohl das Bild als auch den Kommentar gut, aber ich kann Titel und Kommentar nicht so ganz auf das Foto beziehen. Es scheint mir eben doch recht beliebig und könnte zumindest nach meinem Empfinden (der ich auch schon lange nicht mehr in Venedig war) in vielen Städten entstanden sein. Ein bisschen mehr Venedig und ein bisschen mehr Eitelkeit wäre gut gewesen – andererseits ginge das vermutlich auf Kosten des Nebels und damit der Stimmung.

  2. Raphael Raue

    Ja du hast recht, auch wenn bspw. die Laternen Venedigtypisch sind. Mein Plan waren auch eigentlich drei verschiedene Fotos und dann habe ich doch die drei Versionen des einen Fotos gepostet.

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