Clown Paleacci

Clown Paleacci

“Hab mal einen Witz gehört. Mann geht zum Arzt, sagt er ist deprimiert. Das Leben kommt ihm rauh vor und herzlos. Sagt, er fühlt sich allein in einer bedrohlichen Welt.”

Arzt sagt: “Behandlung ist einfach! Der große Clown Paleacci ist in der Stadt. Gehen Sie hin, wird Sie aufheitern.”

Mann bricht in Tränen aus. “Aber Doktor”, sagt er, “ich bin Paleacci!”

Guter Witz. Alles lacht. Tusch! Vorhang…

 

Aus Watchmen

2 Kommentar(e)

  1. MdM

    Ein Glücksfall, wo Bild und Text eine eugnathe (Das Adjektiv habe ich erfunden und leitet sich vom Substantiv Eugnathie ab; im Online-Duden ist bislang nur der substantivische Wortstamm vermerkt … aber ich finde auch das Adjektiv sinnvoll und benute ihn deshalb; Sprache ist ja kein statisches, sondern ein dynamischen System) Beziehung eingehen.
    Auf psycho-logischer Ebene ein Bild/Photo + Text, dem ich persönlich zugeneigt bin, weil geil: Für mich mit hohem Identifikationsfaktor: Trauriger Clown.
    Kulturhistorisch ist wohl ein Clown einer, der sich in einer runden Manege mit einem aufgemalten zweiten Gesicht darstellt.
    Ich werde das gleich mal googlen und gucken, was Wikipadia dazu zu sagen hat.
    Mir fallen da vorallem Leute aus dem Filmbereich ein: Charly Chaplin, Buster Keaton und der Münchner Bajuware Karl Valentin.
    In der Literatur aber auch Samuel Beckett, den Theodor W. Adorno mal “trocken legen” wollte, mit einem Essay-Titel “Das Endspiel verstehen wollen” odda so ähnlich.
    Ich halte Samuel Beckett für einen Clown auf hohem Niveau. Und wenn ich Clown sage, meine ich das auch so: Ich habe mich wirklich schon weggeschmissen/krummgelacht bei der Lektüre Becketts und also nicht understatement-mäßig geschmunzelt mit Augenzwinkern unter Gleichgesinnten, sondern richtig losprusten vor Lachanfällen.
    In diesem Zusammenhang distanziere mich ausdrücklich vom Siggy Sigmund (Freud), der mit seinem Instrument der Psycho-Analyse noch den letzten Winkel menschlicher Kapriolen ausleuchten wollte und dadurch kirchlich-religiöser Missionsarbeit, die er mit zu Recht kritschem Blick betrachtete, nicht weit entfernt war vom Objekt seiner Kritik.

    Es ist immer schwierig, statisch über Statisches (Photo-Graphie) zu sprechen und deshalb paar bewegte Bilder, damit keine Knoten entstehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=_PVjcIO4MT4
    p.s. :
    im Video sieht man, daß die Musik von Jimi Hendrix wohl mehr für Dance-in-the-head geeignet ist, weil es ja keinen humpa-humpa 4-Viertel-Beat gibt, wie er in teutscher Volksmusik und vergleichbarem üblich ist und keiner wüßte, wie man darauf tanzen soll.
    Siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=PGA4eNDgxrc

    Für Freunde des eingängigen Humpa-Humpa ein Schmankerl aus Finnland:

  2. MdM

    ps: oops:

    im Eifer der freien Assoziation habe ich glatt vergessen, das Photo kompositions-ästhestisch zu kommentieren, weil das der Auslöser für meinen mal wieder etwas längeren Kommentar war:

    mein Impuls beim Betrachten des sehr gelungenen Photos war: große Klasse, no comment. Das hatte ich im Kopf und habe glatt vergessen, das zu schreiben, weil es für mich klar war, daß das Photo große klasse ist und keines photo-ästhetischen Kommentars bedarf.
    Kommunikation gehört nicht zu den einfachsten Dingen und hält oft unzählige Möglichkeiten für Mißverständnisse bereit.

    Zum Glück gibt die Sprache ja nicht nur das Feld,Mißverständnisse zu erzeugen, sondern sie auch zu klären.
    Es war mir wohl zu albern, zu erwähnen, daß ich das Photo große Klasse finde, weil alle Worte für Begeisterung kitschig sind: jut jemacht, große Klasse, toll etc.

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